Kenntnisfreiheit oder Bösartigkeit?

TRI hat wieder zugeschlagen – spannend ist allein die Beantwortung der Frage: Kenntnisfreiheit (denn Kenntnisarmut ist als Markenzeichen für diesen Schreiber der OZ absolute Schönfärberei) oder vorsätzliche Bösartigkeit?

Heute kündigt Richter in der Ostseezeitung einen „Info-Abend mit Backhaus zu geplantem Hafen“ an. Nach allgemeinen Lobeshymnen auf den Minister und sein Lieblingsprojekt Ersatzhafen in Prerow wird wieder einmal der schwarze Peter vorgezeigt: Die politische Mehrheit in der Gemeindevertretung, welche die vielen guten Vorhaben für eine Tourismusentwicklung Prerow nicht mittragen wolle. Weil sie „in zurückliegenden Sitzungen der Gemeindevertretung immer wieder einen Beschluss zum Haushalt oder zum Wirtschaftsplan des Kurbetriebes ablehnten. Darin waren Kosten für Machbarkeitsstudien aufgelistet.“ Soweit die Schreiberei von TRI.

Die Tatsachen sehen ganz anders aus. Einstimmig beschloß die Gemeindevertretung auf ihrer Sitzung am 21. Januar den Wirtschaftsplan für den Kurbetrieb. Im Sitzungsprotokoll als Gast vermerkt: Herr Richter von der OZ.

Mit der Mehrheit der Fraktionen von Gewerbeverein und Handwerker wurde am 17. März der Haushalt für die Gemeinde Prerow beschlossen. Im Sitzungsprotokoll als Gast vermerkt: Herr Richter von der OZ.

Nach dem Widerspruch des Bürgermeisters Herrn Roloff und der leitenden Verwaltungsbeamtin Frau Kleist gegen den Beschluss zum Haushalt der Gemeinde Prerow erfolgte am 7. April erneut die Bestätigung des Haushaltes durch die Mehrheit von Gewerbeverein und Handwerker. Im Sitzungsprotokoll als Gast vermerkt: Herr Richter von der OZ.

Auch wenn ich die heutige Notiz in der OZ wiederhole: „So lehnte die Mehrheit in zurückliegenden Sitzungen der Gemeindevertretung immer wieder einen Beschluss zum Haushalt oder zum Wirtschaftsplan des gemeindeeigenen Kurbetriebes ab.“

Kenntnisfreiheit oder Bösartigkeit? Sicher ist eines: Bei diesem Artikel von TRI könnte der eine oder der andere schon in Versuchung kommen, ihn in die Kategorie Lügenpresse einzustufen. Schade, daß die Berichterstattung der OZ für unsere Region oft durch ein solches Niveau gekennzeichnet ist. Daß es in unserer Regionalzeitung auch anders möglich ist, haben wir ja gerade vor kurzem lesen können.

Andreas Meller

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